Buchrezension: Die chronisch-obstruktive Lungenerkrankung

Die chronisch-obstruktive Lungenerkrankung

Dieses Mehrautorenbuch stellt die sehr häufige chronische Lungenerkrankung mit allen Aspekten sehr umfassend dar. Neben Definitionen, Epidemiologie und Risikofaktoren werden Klinik, Funktion und Therapie bis hin zu operativen Verfahren erläutert.
Eine recht kritische Darstellung zieht sich durch das Buch – kritisch vor allem bei vielen nicht gesicherten Medikamenten und anderen Therapieverfahren. Aspekte der Evidenz-basierten Medizin kommen so zum Tragen. Die Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie sind mitberücksichtigt. Hier hätte man sich allerdings den Wortlaut der Leitlinien, ggf. in Auszügen gewünscht.
Bei den diagnostischen Verfahren sind auch die bildgebenden und endoskopischen Methoden mit einbezogen. Die heute bedeutsame Lebensqualität ist ebenfalls berücksichtigt. Unter dem Kapitel experimentelle Therapieansätze werden Pharmaka (durchaus kritisch) besprochen, die aber bereits in einem früheren Kapitel abgehandelt waren. Hier wäre bei einer Neuauflage eine Abstimmung wünschenswert. Einige Verfahren wie die Spiroergometrie fehlen; die Rechtsherzkatheteruntersuchung im Hinblick auf das Cor pulmonale ist recht knapp abgehandelt, während die Fragebögen zur Lebensqualität sehr ausführlich vorgestellt werden. Insgesamt sind dies aber nur kleine Einwände.
Bei gewohntem – manchmal fast zu bunten – Layout des Verlags liefert dieses handliche Buch eine Fülle von Informationen auf dem neuesten Stand. Damit gehört diese 2. Auflage auf den Schreibtisch bzw. in das Bücherregal eines jeden Allgemeinmediziners und Internisten in Klinik und Praxis.